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Kontakt & Interaktion

In der schnelllebigen Online-Welt, in der Journalisten mehr denn je unter Zeitdruck arbeiten, sind nicht nur schnell verfügbare Informationen von zentraler Bedeutung. Auch Möglichkeiten zur unkomplizierten direkten Kontaktaufnahme spielen eine entscheidende Rolle. Sucht man persönliche Ansprechpartner, findet man diese zwar bei 90 % der Unternehmen, man fragt sich allerdings, warum nicht bei allen? Pressesprecher bzw. deren Vertreter sind für Journalisten die ersten Ansprechpartner und sollten auch auf der Website zu finden sein - natürlich samt E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

Live-Chats spielen in der digitalen Pressearbeit bisher überhaupt keine Rolle: Kein Unternehmen bietet diese Option. Bei einem Unternehmen ist ein Chatbot verfügbar, die Kontaktaufnahme zur Pressestelle per Direct Messenger ist wiederum bei keinem Unternehmen möglich. Offenbar sind diese Kontaktwege vonseiten der Unternehmen nicht gewünscht. Bei einigen wenigen (3 %) sind Direct Messenger lediglich für den Nachrichten-Push im Einsatz.

 

Die Rolle von sozialen Netzwerken in der digitalen Pressearbeit

Wie sieht es mit Social Media und Business-Netzwerken aus, wenn es um den Austausch mit Medienvertretern geht? Und welche Netzwerke spielen die Hauptrolle? Ganz vorn ist weiterhin Twitter etabliert. Der Kurznachrichtendienst ist auf 90 % der untersuchten Presse-Websites verlinkt und steht damit sogar noch vor Facebook (78 %) und LinkedIn mit 77 %.

Der Grund dürfte einerseits ein pragmatischer sein: Neuigkeiten in 280 Zeichen sind schnell zu konsumieren und Medienschaffende können die entsprechenden Beiträge entweder direkt kommentieren oder per Direktnachricht den Kontakt zum Unternehmen herstellen. Letztere Möglichkeit bieten zwar auch alle anderen sozialen Netzwerke, aber die kurzen Tweets scheinen für Journalisten inmitten der Nachrichtenflut das bekömmlichste Format zu sein. Andererseits gehören PR-Macher und politische Akteure zu den Hauptnutzergruppen auf Twitter und die wiederum liefern Medienschaffenden vielfältigen Input und zeigen sich offen für den Austausch. 

 

Verlinkte Social-Media-Kanäle im Pressebereich

Twitter spielt weiterhin die Hauptrolle in digitalen Presseportalen, Instagram hinkt noch hinterher.

 

Ebenfalls beliebt zeigt sich YouTube auf den Presseseiten. Bei 80 % der untersuchten Unternehmen findet sich eine Verlinkung zur Video-Plattform. Unter den etablierten Netzwerken schneidet Instagram am schlechtesten ab. Nur 57 % verweisen aus dem Pressebereich heraus auf die Facebook-Tochter. Das jüngste unter den bekanntesten Netzwerken ist TikTok. Doch dieses bleibt bisher der Gen Z und einigen wenigen Marketing- bzw. HR-Abteilungen von Großkonzernen vorbehalten. In der digitalen Pressearbeit ist der Kurzvideo-Dienst aus China bisher bei keinem der untersuchten Unternehmen angekommen.

 

Publikationen, Newsletter und Termine

Nahezu jedes Unternehmen betreibt heutzutage ein mehr oder weniger umfangreiches Corporate Publishing. Geschäftsberichte, Magazine oder Blogs sprechen vielfältige Zielgruppen an – und diese wollen auch erreicht werden. In ihren Media Centern verweisen immerhin 83 % auf entsprechende Veröffentlichungen. Ein guter, aber ausbaufähiger Wert.

Das E-Mail-Marketing erfreut sich trotz des Hypes um soziale Netzwerke weiterhin großer Beliebtheit und zeigt sich erfolgreicher als sein Ruf es vermuten lässt3. Das ist im Grunde auch kein Wunder, schließlich besitzt quasi jeder eine E-Mail-Adresse, wohingegen nicht jede Social-Media-Plattform auch jeden aus der potenziellen Zielgruppe erreicht.

Zusätzlich erlauben Newsletter-Tools ein einfaches Tracking, wodurch sich die Erfolgsmessung vergleichsweise unkompliziert gestaltet. Überraschend ist daher, dass nur 57 % der untersuchten Konzerne im Pressebereich einen Newsletter mit aktuellen Neuigkeiten und Publikationen aus dem Unternehmen anbieten. Dieser Service wäre vor allem für Fachjournalisten interessant, die auch entsprechend bedient werden sollten.

Good Practices Newsletter

  • Newsletter Audi

    Bei Audi können Nutzer die Pressemitteilungen gezielt nach Themen auswählen, um diese per Newsletter zu abonnieren. (Bild zum Scrollen anklicken)

  • Newsletter Telekom

    Die Telekom bietet einen umfangreichen Newsletter-Service an, bei dem unterschiedliche Themenbereiche zur Auswahl stehen.

 

Termin-Veranstaltungen für die Presse sind in diesen Zeiten klar zurückgegangen, aber dennoch nicht völlig von der Bildfläche verschwunden. Eine Übersicht über Pressetermine ist bei zwei Dritteln (67 %) der untersuchten Unternehmen auf der Website zu finden. Gerade jetzt ist die Chance hoch, dass diese von der Presse auch wahrgenommen werden, denn die Konkurrenz bei Präsenz-Terminen ist durch Corona weniger geworden.

 

Unsere Empfehlung

Als Unternehmen sollte man nicht davon ausgehen, dass Medienschaffende regelmäßig auf den Websites aller möglichen Konzerne surfen, um nach den aktuellsten News zu suchen. Wenn Sie es ihnen hingegen ermöglichen, die Neuigkeiten aus Ihrem Unternehmen per Newsletter oder Direct Messenger zu abonnieren, steigen Ihre Chancen, dass auch kleinere Geschichten einen Weg in die Presse finden. Wer diese Geschichten dann noch zusätzlich in den sozialen Netzwerken teilt, darf auch mit einer breiteren Resonanz, möglicherweise auch von Influencern und Bloggern rechnen.

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