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Fazit

Die digitale Pressearbeit auf der Corporate Website scheint oft noch das Stiefkind zu sein, was User Experience und Service-Features angeht. Einige Unternehmen setzen aktuelle digitale Standards bereits vorbildlich um, viele jedoch hinken technisch, gestalterisch und inhaltlich hinterher.

Wenn Medienschaffende hingegen alles auf einen Blick finden und Inhalte auch optisch ansprechend aufbereitet sind, werden Sie es Ihnen danken. Und nicht nur das: Sie laufen nicht Gefahr, dass Journalisten auf fremden Websites nach Informationen aus Ihrem Unternehmen recherchieren und möglicherweise auf veraltete oder falsche Informationen stoßen.

Sie als Unternehmen können damit professionellen Journalismus fördern und unterstützen. Dafür braucht es natürlich eine umfassende PR-Strategie, in die sämtliche Fachbereiche aus dem Unternehmen einbezogen werden. Das in der Einleitung erwähnte Newsroom-Modell kann dazu dienen, eben diese Fachbereiche (Human Resources, Corporate Responsibility, Investor Relations und Media Relations) zu vereinen und ein themenzentriertes wie nachhaltiges Corporate Publishing auf die Beine zu stellen.

Die Corona-Krise hat unter anderem auch gezeigt, welche Unternehmen mit ihrer Online-Pressearbeit gut aufgestellt sind. Vielfach haben CEOs und Vorstände das Wort ergriffen und sich zur Krise positioniert – auf der Website, z.B. in Mitschnitten von Online-Hauptversammlungen, oder in den sozialen Medien. Auch das ist Teil der Digitalisierung. Eine gute Entwicklung, denn die vielfach geforderte Transparenz hat dadurch einen weiteren Schub bekommen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die führenden Köpfe in den Konzernen auch weiterhin meinungsstark und authentisch zu gesellschaftlichen Herausforderungen äußern. Wenn dann noch die technischen Möglichkeiten zeitgemäß ausgeschöpft werden, können Unternehmen in großem Maß zu einem ausgeprägten Qualitätsjournalismus beitragen.

 

Quellen

1: taz.de, 30.04.2020: https://taz.de/Corona-und-Journalismus/!5681088/

2: spiegel.de, 03.06.2020: https://www.spiegel.de/kultur/kommentar-zu-rezos-die-zerstoerung-der-presse-was-rezo-sagt-a-7410b9bf-9b35-4e8b-963b-38552530e2bb 

3: marketing-boerse.de, 22.07.2020: https://www.marketing-boerse.de/fachartikel/details/2030-e-mail-marketing-besser-als-sein-ruf--und-besser-als-facebook-instagram-und-co/169295

 

MR Benchmark 2020 – tl;dr

Häufig mangelt es bei den untersuchten Presseportalen sowohl an grundlegenden Informationen zum Unternehmen als auch an technisch ausgereiften Services für Journalisten. Kurze Übersichtsseiten in HTML mit den wichtigsten Eckdaten zu den einzelnen Themen und weiterführenden Links statt PDFs mit seitenweise Text – das wäre wünschenswerter Standard.

Viele Unternehmen pflastern ihre Media Center stattdessen immer noch mit Pressemitteilungen zum Download und verstecken relevante Unternehmensinformationen in anderen Website-Bereichen oder verweisen bestenfalls auf den umfangreichen Geschäftsbericht. Kaum ein Journalist wird sich hier angesichts seines knappen Zeitbudgets mit Feuereifer durcharbeiten. Stattdessen sollten Sie die Presseinformationen so aufbereiten, dass auch bei einem kurzen Website-Besuch keine Fragen offenbleiben.

Gibt es Videos zum Thema? Binden Sie diese entsprechend ein. Hat sich der Vorstand dazu geäußert? Veröffentlichen Sie die prägnantesten Zitate oder die gesamte Rede. Gibt es interessante Kennzahlen zum Sachverhalt? Zeigen Sie die wichtigsten KPIs in einer einfachen Grafik. Sind Bilder verfügbar? Bieten Sie diese zum Download an und nennen Sie an einer zentralen Stelle die Nutzungshinweise.

Kurz gesagt: Unternehmen sollten ihr Corporate Publishing so aufbauen, wie es Medienhäuser mit ihren News tun – schnell, prägnant, relevant. Damit würden sie dem Anspruch der wesentlichen Zielgruppen in zeitgemäßer Weise gerecht.

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